{"id":16,"date":"2016-02-26T10:17:30","date_gmt":"2016-02-26T09:17:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ichsam.at\/testcss\/?page_id=16"},"modified":"2017-04-11T15:27:24","modified_gmt":"2017-04-11T13:27:24","slug":"therapierichtung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ichsam.at\/index.php\/therapierichtung\/","title":{"rendered":"Zentrale Begriffe in der Gestalttherapie:"},"content":{"rendered":"<h3>Gestalt:<\/h3>\n<p>&#8211; dieser Begriff soll den zentralen Grundgedanken der Therapierichtung transportieren und leitet sich von dem deutschen Wort gestalten ab.<\/p>\n<p>Gemeint ist hier das Formen eines sinnvollen Ganzen zu einer Figur oder Gestalt.<\/p>\n<p>Es ist ein individueller, sch\u00f6pferischer Akt.<\/p>\n<p>Das Bilden einer Gestalt passiert vor einem sogenannten Hintergrund, von dem sich die eigentliche Gestalt oder Figur abhebt oder aus dem sie heraustritt.<\/p>\n<p>Es ben\u00f6tigt einen Hintergrund um die Gestalt zu erkennen.<\/p>\n<p>Gestalt und Hintergrund verleihen sich wechselseitig Bedeutung.<\/p>\n<p>Ein gr\u00fcner Punkt auf einer Fl\u00e4che, ben\u00f6tigt einen andersfarbigen Hintergrund um sichtbar zu werden.<\/p>\n<p>In welcher Weise die Gr\u00fcnschattierung des Punktes wahrgenommen wird, h\u00e4ngt auch von seinem Hintergrund ab.<\/p>\n<h3>Wahrnehmung:<\/h3>\n<p>-wird in der Gestalttherapie immer als Ausdruck einer komplexen Sinngebung verstanden.<\/p>\n<p>Das bedeutet, der Mensch mit seinen individuellen Erfahrungen verleiht den Wahrnehmungen, die er mit Hilfe seiner Sinnesorgane macht, eine Bedeutuung.<\/p>\n<p>Er \/Sie verleiht seiner \/ ihrer Welt Sinn.<\/p>\n<p>Das Individuum setzt die Wahrnehmungen zu einer individuellen Gestalt zusammen.<\/p>\n<div class=\"main_highlight\">Das \u201eGanze\u201c ist mehr als die Summe seiner Teile.<\/div>\n<p>Die Gestalttherapie geht davon aus, dass das jeweils wichtigste Bed\u00fcrfnis in den Vordergrund des Bewusstseins r\u00fcckt.<\/p>\n<p>Dies wird als Figur \/ Grund-Geschehen bzw. Gestaltbildungsprozess bezeichnet.<\/p>\n<p>Mit einem entstehenden Bed\u00fcrfnis tritt eine offene Gestalt aus dem (Hinter-) Grund hervor und wird im Vordergrund zur Figur \/ Gestalt.<\/p>\n<p>Sie verweilt dort solange, bis sie das bekommt, was sie zur Vervollst\u00e4ndigung ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Die geschlossene Gestalt kann dann wieder in den Grund eintauchen und eine neue Gestalt kann hervor treten.<\/p>\n<p>Dies beschreibt die F\u00e4higkeit des Organismus zur Selbstregulation.<\/p>\n<p>Am Bed\u00fcrfnis Hunger kann das sehr leicht verst\u00e4ndlich gemacht werden.<\/p>\n<p>Wenn wir Hunger haben und dieser immer gr\u00f6\u00dfer wird, tritt dieses Bed\u00fcrfnis in den Vordergrund.<\/p>\n<p>Es verweilt dort solange bis wir Nahrung aufgenommen haben.<\/p>\n<p>Dann tritt das Bed\u00fcrfnis nach Nahrung wieder in den Hintergrund.<\/p>\n<p>Der Organismus hat bekommen was er zur Selbstregulation ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>So wie das leibliche Bed\u00fcrfnis Hunger gibt es auch viele andere Bed\u00fcrfnisse, wie das Bed\u00fcrfnis verstanden und geh\u00f6rt zu werden, das Bed\u00fcrfnis nach Liebe und Geborgenheit, das Bed\u00fcrfnis nach Trost, das Bed\u00fcrfnis nach Wachstum und Entwicklung, uvm.<\/p>\n<p>Manche dieser Bed\u00fcrfnisse wurden in der Kindheit nicht gen\u00e4hrt und bleiben als unerledigte Themen \/ Bed\u00fcrfnisse in uns.<\/p>\n<p>In der Therapie Situation, die von Vertrauen getragen, auf gleicher Augenh\u00f6he zwischen Klient\/in und Therapeut\/in und in einem gesch\u00fctzten Raum stattfindet, k\u00f6nnen diese Bed\u00fcrfnisse wahrgenommen und nachgen\u00e4hrt werden.<\/p>\n<h3>Leiblichkeit:<\/h3>\n<p>-der ganzheitliche Ansatz der Gestalttherapie sieht den Menschen als untrennbare Einheit von K\u00f6rper, Geist und Seele.<\/p>\n<h3>Feld:<\/h3>\n<p>-diese Ganzheit des Organismus (K\u00f6rper, Geit und Seele) bezieht sich auch auf das Feld; d. h., der Mensch ist auch untrennbar mit seiner Umgebung in der befindet und die ihn umgibt verbunden.<\/p>\n<h3>Kontakt \/ Kontaktgrenze:<\/h3>\n<p>Zwischen dem Individuum und seiner Umwelt befindet sich eine \u201eKontaktgrenze\u201c.<\/p>\n<p>An dieser gleichzeitig trennenden und verbindenden Grenze findet Kontakt statt.<\/p>\n<p>Kontakt ist der Prozesse, in dem der Organismus im Austausch mit der Umwelt steht, neues assimiliert und Wachstum erf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Dieser Kontakt kann St\u00f6rungen unterliegen.<\/p>\n<p>Diese St\u00f6rungen im Kontakt haben Auswirkungen auf den Anpassungsprozess des Organismus \/ der Psyche an die Umwelt.<\/p>\n<p>Wenn die Anpassung nicht vollst\u00e4ndig geschehen konnte, k\u00f6nnen sich daraus Kontaktst\u00f6rungen entwickeln.<\/p>\n<p>Man spricht in gestalttheoretischer Sprache in diesem Zusammenhang auch von der Bildung &#8222;offener Gestalten&#8220;.<\/p>\n<p>\u201cDie Vergangenheit ist vorbei, und doch tragen wir im Jetzt unseres Seins vieles aus der Vergangenheit mit uns, doch nur soweit wir unerledigte Situationen haben.&#8220; (Fritz Perls)<\/p>\n<p>&#8222;Was in der Vergangenheit geschah, wurde entweder assimiliert und zu einem Teil von uns, oder wir tragen es als unerledigte Situation, als unvollendete Gestalt mit uns herum\u201d Fritz Perls (1969)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestalt: &#8211; dieser Begriff soll den zentralen Grundgedanken der Therapierichtung transportieren und leitet sich von dem deutschen Wort gestalten ab. 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